Durch das Mischen zweier Farben entsteht eine neue Farbe. Dieser Vorgang wird als Farbmischung bezeichnet. Dabei unterscheiden wir zwischen der additiven und der subtraktiven Farbmischung. Doch um diese beiden Arten der Farbmischung gut auseinanderhalten zu können, müssen wir uns zunächst klar machen, was unter den Begriffen „Körperfarbe“ und „Lichtfarbe“ zu verstehen ist.
Körperfarben und Lichtfarben
Gegenstände haben eine Farbe. So ist die Tomate rot, der Frosch grün und der Tisch braun. Die Farbe eines Gegenstandes nennt man Gegenstandsfarbe oder Körperfarbe. Damit wir die Farbe sehen können, muss der Gegenstand beleuchtet werden. In der Dunkelheit sind die Farben für uns nicht sichtbar.
Eine Lichtfarbe hingegen ist die Farbe einer Lichtquelle. Denke hierzu beispielsweise an die Scheinwerfer im Theater, deren Licht unterschiedliche Farben haben kann.
Additive und subtraktive Farbmischung
Bleiben wir beim Beispiel der Theaterlichter. Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass sich eine neue Farbe ergibt, wenn sich zwei farbige Scheinwerferlichter treffen. Dies ist besonders gut auf dem Boden des Theaters oder auf einer Leinwand zu sehen. In diesem Beispiel werden also zwei Lichtfarben zusammengeführt, um eine neue Lichtfarbe zu erhalten. Wir sprechen in diesem Fall von der additiven Farbmischung.
Bei der subtraktiven Farbmischung hingegen wird aus vorhandenem Licht das Licht einer einzelnen Lichtfarbe herausgefiltert.
Kurz gesagt: Führt man Lichtfarben zusammen, so handelt es sich um die additive Farbmischung, filtert man hingegen eine Lichtfarbe heraus, so handelt es sich um die subtraktive Farbmischung.
Die additive Farbmischung
Wie du im Bild sehen kannst, gibt es bei der additiven Farbmischung die Primärfarben (Grundfarben) Rot, Grün und Blau. Deshalb spricht man auch vom RGB-Farbraum. Die Sekundärfarben sind Gelb, Magenta und Cyan. Denn mischt du rotes mit grünem Licht, so entsteht Gelb. Bei der Mischung von grünem und blauem Licht entsteht Cyan. Und schließlich erhältst du Magenta durch Mischung von rotem und blauem Licht. Alle drei Lichter zusammen erzeugen weißes Licht. Abstufungen und Zwischentöne erzeugst du, indem du mehr oder weniger Licht der einzelnen Primärfarben hinzugibst.

Typische Anwendungsfelder der additiven Farbmischung sind Monitore, Fernseher, Smartphones, Projektoren und natürlich die Bühnenbeleuchtung.
Die subtraktive Farbmischung
Schau dir nun das Bild zur subtraktiven Farbmischung an. Hier sind die Primärfarben Cyan, Magenta und Gelb (Yellow). Deshalb spricht man vom CMY-Farbraum. (Vielleicht hast du bisher nur von CMYK gehört. Das K steht für Key = schwarz. Dies sind die Farben, die ein Drucker üblicherweise verwendet. Das zusätzliche Schwarz ist nötig, um einen noch tieferen Schwarzton zu erzeugen, da der Zusammendruck von Cyan, Magenta und Gelb zwar theoretisch ein tiefes Schwarz ermöglicht, praktisch jedoch leider nicht.) Die Sekundärfarben sind hier Rot, Blau und Grün.

Diese Art der Farbmischung sollte dir bekannt vorkommen, denn du hast sie sicherlich schon einmal mit Wasserfarbe ausprobiert. Typische Anwendungsgebiete sind daher die Malerei mit allen erdenklichen pigmentbasierten Malfarben. Als Beispiele seien hier Buntstifte, Ölfarben und Wasserfarben genannt. Doch das wohl typischste Anwendungsfeld ist natürlich der Drucker.
Lernmaterialien
Wie immer habe ich dir auch zu diesem Thema Lernmaterial vorbereitet. So findest du in meinem Shop sowohl ein Poster zur additiven als auch ein Poster zur subtraktiven Farbmischung. Auf Eduki hingegen habe ich dir Arbeitsblätter hierzu hinterlegt.
Außerdem möchte ich dich gerne an meinen Blogartikel „Farben mischen – Der Einstieg in die Farbenlehre“ erinnern, der Anregungen für jüngere Kinder enthält.
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