Seien wir ehrlich: Unsere Kinder und Jugendlichen verbringen viel Zeit in den sozialen Netzwerken. Mehrmals täglich checken sie TikTok, Instagram und WhatsApp. Sie konsumieren, liken und teilen häufig unbedacht Nachrichten und Fotos, da die Buttons zum „Liken“ und „Teilen“ nur wenige Zentimeter entfernt sind. Ein kurzer Klick – fertig!

Dabei wirken die Algorithmen wie ein Brandbeschleuniger, denn viele Plattformen belohnen Inhalte, die viele Interaktionen aufzuweisen haben. Und das ganz unabhängig vom Wahrheitsgehalt der jeweiligen Nachricht.

Fake News in sozialen Netzwerken

Fake News erhalten in der Regel ganz besonders viel Aufmerksamkeit, denn sie rufen Angst, Wut oder Erstaunen hervor. Wer sich emotional angesprochen fühlt, teilt noch schneller. Das Entlarven von Fake News wird dabei zunehmend schwieriger, denn mit Hilfe künstlicher Intelligenz lassen sich Bilder und Texte täuschend echt faken.

Katharina Mowitz hat hierzu auf ihrem Prima(r)blog eine interessante Idee vorgestellt: Wie wäre es, die Kinder und Jugendlichen im Rahmen eines Schulprojektes selbst Fake News erstellen zu lassen? Dies könnte dem Zweck dienen, dass sie erkennen, wie schnell und einfach sich falsche Nachrichten erstellen lassen, die kaum noch von echten Nachrichten zu unterscheiden sind. (Der Blogartikel liefert auch direkt eine Anleitung dazu, welche allerdings aus heutiger Sicht etwas überholt ist, lassen sich die Inhalte doch mit Hilfe künstlicher Intelligenz viel schneller erstellen.)

So machen wir unsere Kinder medienkompetent

Die Gefahren liegen auf der Hand: Cyber-Mobbing, Verunsicherung durch Falschnachrichten, Vertrauensverlust in die Medien, usw. Doch was lässt sich dagegen tun?

In erster Linie sollten wir Erwachsenen ein Vorbild sein! Dazu gehört auch, den eigenen Medienkonsum zu hinterfragen und offen zuzugeben, wenn wir auf Fake News hereingefallen sind. Vielleicht lohnt es sich, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen darüber zu diskutieren, welche Schritte nun sinnvoll sein könnten.

Ansonsten hat es sich bewährt, vor dem Liken und Teilen kurz innezuhalten, um sich zu fragen: Wer hat das eigentlich gepostet? Erscheint die Nachricht stimmig? Sieht das Foto/Video echt aus? Könnte es jemandem wehtun, wenn ich diesen Inhalt teile?

Und natürlich sollten wir alle nach wie vor die Quellen prüfen! Hierbei können Faktencheck-Seiten helfen.

Darüber hinaus glaube ich persönlich, dass es vielen Kindern und Jugendlichen tatsächlich immer noch nicht richtig bewusst ist, wie schnell sich Inhalte in den sozialen Medien verbreiten! Und wie schnell sie die eigene Bubble verlassen können. Daher habe ich entsprechende Arbeitsblätter erstellt, die für dieses Thema sensibilisieren. Eines dieser Arbeitsblätter kannst du dir direkt hier herunterladen.

Arbeitsblatt "Fotos und Nachrichten in sozialen Netzwerken"

(Downloads und Kopien sind nur für den privaten Gebrauch gestattet. Weitere Informationen (auch zur kommerziellen Nutzung) findest du hier.)

Weitere Arbeitsblätter dieser Reihe findest du auf Eduki in meinen Materialien „Einführung Soziale Netzwerke und Social Media“ sowie „Soziale Netzwerke – Wer folgt wem?“. (An alle Lehrkräfte: Bitte erwirb die entsprechende Lizenz auf Eduki, bevor du meine Materialien in deinem Unterricht einsetzt. Danke!)

Allen, die sich tiefer mit diesem Thema auseinandersetzen wollen, empfehle ich meinen Blogartikel „Der richtige Umgang mit Kettenbriefen“. Viel Spaß damit!

(Alle Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Weitere Informationen findest du hier.)

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