Die Prozentrechnung bereitet vielen Schülerinnen und Schülern Kopfzerbrechen. Dies kann daran liegen, dass noch gar nicht richtig verstanden ist, was man unter „ein Prozent“ versteht. Dabei bildet dieses Grundverständnis natürlich die Basis. Sollte es hier also noch Unklarheiten geben, so empfehle ich einen Blick in meinen Blogartikel „Was ist ein Prozent?“.

Die Prozentrechnung in unserem Alltag

Ich plädiere stets dafür, den Schülerinnen und Schülern reale Beispiele aus ihrer eigenen Erlebenswelt zu zeigen. So sehen sie direkt, wie und wo sie den Unterrichtsstoff anwenden können. Andernfalls kommt zurecht schnell die Frage: „Wozu brauche ich das überhaupt?“

Die meisten Jugendlichen gehen gerne shoppen. Wenn sie Kleidung kaufen, begegnen ihnen zwangsläufig Angebote und Rabatte. Denn nicht nur zum Sommer- und Winterschlussverkauf ist es mittlerweile üblich, durch Preisnachlässe auf sich aufmerksam zu machen.

In einigen Läden werden dabei der alte Preis, der Preisnachlass und auch der neue Preis angegeben. Dies ist vorbildlich. Doch allzu oft findet sich am Kleidungsstück nur der alte Preis, versehen mit dem Hinweis „25 %, Rabatt wird an der Kasse abgezogen“. An dieser Stelle lohnt es sich also, wenn man selbst in der Lage ist, den neuen Preis zu berechnen.

Ein grünes T-Shirt mit einem Preisschild und einem Rabatt-Sticker. Symbolbild für die Prozentrechnung.

Die Berechnung des neuen Preises

Schauen wir uns ein konkretes Beispiel an: Ein T-Shirt sollte ursprünglich 16 Euro kosten. Nun ist es mit einem Rabatt-Sticker versehen, der einen Preisnachlass von 25 % verspricht. Um herauszufinden, wie viel das T-Shirt jetzt kostet, berechnen wir zunächst die Höhe des Preisnachlasses. Hierzu nehmen wir den Grundwert mit dem Prozentsatz mal:

16 € ⋅ 25 % = 4 €

So erhalten wir den Prozentwert. Diesen können wir im letzten Schritt vom Grundwert abziehen. Oder, um es etwas leichter zu formulieren: Wir ziehen den Preisnachlass von 4 € vom ursprünglichen Preis des T-Shirts ab.

16 € – 4 € = 12 €

Das T-Shirt kostet nun nur noch 12 €.

Grundwert, Prozentsatz und Prozentwert

Im Beispiel hast du die drei Begriffe bereits kennengelernt. Schauen wir sie uns jetzt noch einmal im Detail an.

Der Grundwert ist der Ausgangswert, von welchem der Anteil genommen wird. Wir kürzen den Grundwert mit einem G ab.

Der Prozentsatz ist leicht am Prozentzeichen erkennbar. Er zeigt den Anteil vom Ganzen an. Abgekürzt wird er durch p.

Der Prozentwert ist die absolute Angabe des Anteils. Er hat die gleiche Einheit wie der Grundwert und wird mit einem W abgekürzt.

Arbeitsblätter zur Prozentrechnung

Nachdem die Schülerinnen und Schüler gelernt haben, was ein Prozent ist, sollten sie die drei Begriffe „Grundwert“, „Prozentsatz“ und „Prozentwert“ verinnerlichen. Aus meiner Sicht ist es hilfreich, hierzu konkrete Beispiele, wie den Rabatt im Klamottengeschäft, zu nutzen. Wie immer gilt: Übung macht den Meister! Erst wenn diese Schritte gut verstanden sind, lohnt es sich, den darauf aufbauenden Stoff zu erlernen.

Auf Eduki findest du viele Arbeitsblätter hierzu in meinem Material „Einführung Prozentrechnung – Rabatt und Preisnachlass“. Passend dazu bietet das Material „Tafelmaterial und Legematerial zur Prozentrechnung“ ergänzende Bilder. Für den Start kannst du dir eines meiner Arbeitsblätter direkt hier herunterladen. Ich wünsche dir viel Spaß damit!

Arbeitsblatt "Einführung Prozentrechnung – Rabatte und Preisnachlässe"

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